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Fasten V - verschiede Arten von Fasten

Welche Arten von Fasten gibt es?

Nun, generell sei gesagt, dass die Wortbedeutung von Fasten "auf Essen verzichten" ist. Fasten wird oft anders verstanden oder anders gehandhabt, was nicht schlecht sein muss und auch etwas bringen kann. Hier wollen wir jedoch von Fasten in der ursprünglichen Form reden.

Zunächst ein paar Beispiele, was mancher sich einfallen lässt, um nicht im klassischen Sinne zu Fasten.

"Ich habe 10 Tage gefastet!"
Fasten von 6:00 - 18:00 Uhr, um dann mit der Familie ordentlich zu Abend zu essen.

"Ich trinke nur!"
Ja, püriertes Essen, verdünnt mit Milch und dann getrunken. Oder wie wäre es mit einem Bananen-Milkshake oder 3 Bechern Schokolade? Auch eine Rinderbrühe mit viel Fett und 3 verquirrlten Eiern kann man aus einer Suppentasse trinken.

"Ich faste!"
Vorher wurden jeden Tag 2 Tafeln Schokolade gegessen, jetzt nur noch Twix.

"Ich faste und bete stattdessen!"
Schon seit einer Woche kein Fernsehen mehr gesehen (Fasten vom Fernsehen) und dafür in dieser Zeit gebetet.

Nochmals, Fasten bedeutet "nichts essen"! Wir wollen nun aber nicht gesetzlich sein, der eine trinkt Wasser, ein anderer auch Saft oder mal einen Kaffee oder vielleicht auch mal eine leichte Brühe.

Wer aber trickst und Essen trinkt, isst - und betrügt sich selbst! Finde selbst heraus, ob du die Definition von Fasten für dich zu sehr dehnst und eigentlich weiter deinem Fleisch folgst und dienst.

Auch ist es unnötig, überall heraus zu posaunen, dass man fastet. Wer fastet, um Anerkennung von Menschen zu erlangen, hat seinen Lohn bekommen. Die Anerkennung! Die Bibel spricht jedoch von einem Fasten, das Gott gefällt und vor IHM statt findet (Mt 6, 16-18).

Wer Fasten neu definiert, lebt nicht in dem von Gott verheißenen Segen des Fastens oder nur in Teilen davon (auch wenn es natürlich gesund ist, keine 2 Tafeln Schokolade zu essen und den TV-Kosum zu reduzieren).

Es gibt diverse Arten des Fastens, ich habe meine Favoriten und mag andere nicht so sehr. Nichts desto trotz belohnt Gott das Herz, auch wenn wir vielleicht noch Kompromisse schließen oder uns extrem verhalten.

Langes Fasten (kein Essen)

Hierbei geht es um eine längere Periode ohne zu essen. Da es keine biblische Definition der Dauer gibt, verzichte auch ich darauf. Für ein 40-Tage-Fasten wird auch der Begriff "Prophetenfasten" verwendet.

Langes Fasten ist effektiv und gut, aber eigentlich nichts für Einsteiger. Fasten muss man trainieren, sprich, wie viele Dinge, mit Gott üben und in den Genuss davon kommen.

Serielles Fasten (kein Essen)

Es handelt sich um ein Abwechseln von Fasten und Essen. Zum Beispiel 2 Tage essen - 3 Tage fasten - 3 Tage essen - 4 Tage fasten... oder jeweils etwa 3 Tage im Wechsel.

Nach mehreren Tagen des Fastens wird über einige Tage normal und kontrolliert gegessen. Es ist nicht gemeint, sich mit Müh' und Not durch einen Tag Fasten zu quälen und dann 5 Steaks auf einmal zu verdrücken.

Durch diese Art des Fastens gewöhnt man sich an regelmäßiges Fasten und längere Perioden werden mit der Zeit immer interessanter. Dieses Fasten eignet sich gut, um in einen Lebensstil des Fastens hineinzukommen.

Totales Fasten (kein Essen und kein Trinken)

Der Verzicht auf jegliches Essen und Trinken.

Die Grenzwerte eines Menschen liegen bei etwa 4 Tagen ohne Trinken und bei etwa 40 Tagen ohne Essen, je nach Konstitution.

Gar nicht zu trinken ist sehr mit Vorsicht zu genießen. Höre auf den Heiligen Geist und behalte einen gesunden Menschenverstand, damit du deinem Körper nicht schadest.

Partielles Fasten

Man fastet von bestimmten Mahlzeiten, verzichtet z. B. auf Frühstück und Mittag oder isst bestimmte Arten von Nahrung nicht (z. B. Verzicht auf Süßigkeiten oder Kuchen).

Eine Abwandlung, bei der man nur Gemüse und/oder Früchte isst und im Prinzip normal isst, ist eine so genannte Reinigung.

Einige meinen, partielles Fasten sei generell kein richtiges Fasten.

Gemeinsames Fasten

Ein Gruppe von Menschen fastet in Übereinstimmung. Es wird gezielt gebetet und Gott gesucht.

Wie ist es bei mir?

Fängt der Körper an, Alarm zu schlagen und sich aufzubäumen, faste ich immer noch etwas weiter, bis diese akute Phase vorüber ist. Das nenne ich Ausharren.

Ich höre auf den Heiligen Geist. Oft wird ein bestimmter Punkt beim und durch das Fasten erledigt und ich bekomme einen Hinweis, dass das, was durch dieses Fasten in meinem Leben verändert werden sollte, erreicht ist.
Verstehe das richtig! Gemeint ist nicht nur ein gutes Gefühl, sondern ich kenne fast immer den spezifischen Punkt. Danach habe ich auch oft eine Freiheit, das Fasten zu beenden.

Es ist nicht der Duft eines leckeren Bratens, mit dem ich mich dann überzeugen und mir einreden lasse, das Fasten könne jetzt beendet werden. Anschließend fühlt man sich dann schlecht, weil man merkt, man hätte doch weiter fasten sollen...

Verdammnis beim Fasten habe ich nicht mehr. Der Körper zwingt mich nicht zum Aufhören. Ich faste weiter, wenn er nervt. Und Gott freut sich sowieso, wenn ich faste, und ich habe auch viel Freiheit nach einem Fasten zu essen.

Es gilt, ob langes Fasten oder kurze Fastenzeiten, beide führen zu dem Ziel, dass du dich nicht länger deinem Fleisch entziehst und mehr und mehr von Gottes Geist kontrollieren lässt.

Bei den längeren Zeiten mag man etwas schneller voran kommen, aber beide produzieren die gewünschte Frucht.

Es ist zu überlegen, das Fasten eventuell von einem Arzt überwachen zu lassen (auch wenn dieser mit biblischem Fasten nichts anfangen kann). Wichtig ist, dem Körper durch das Fasten nicht zu schaden. Deine Gesundheit soll beim Fasten hervorspringen, nicht die Krankheit. Auch ist Bewegung wichtig, denn der Körper wird versuchen, Muskelmasse abzubauen - dazu später noch mehr.

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