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Fasten - Aussagen

Derek Prince schreibt:

Fasten scheint für viele Menschen unpopulär und beängstigend zu sein, jedoch ist diese Einstellung ungewöhnlich. Fasten wurde von Gottes Volk durch die ganze Bibel hindurch praktiziert....

Allem voran ist der Grund für Fasten, sich selbst zu demütigen. Es ist ein schriftgemäßes Mittel, von Gott ordiniert, um uns vor IHM zu demütigen. Durch die ganze Bibel hindurch benötigt Gott Menschen, die sich vor Ihm demütigen.

Viele verschiedene Schriftstellen betonen dies. Hier sind 4 aus dem neuen Testament:

Mt 18, 4

Mt 23, 12

Jak 4, 10

1. Petr 5, 6

Ein wichtiger Gesichtspunkt all dieser Schriftstellen ist, dass die Verantwortung uns zu demütigen auf uns liegt. Wir können diese Verantwortung nicht auf Gott abwälzen. Zu beten "Gott, mach mich demütig!" ist nicht schriftgemäß, denn Gott sagt in Seinem Wort stets "Demütige dich selbst!".

Derek Prince sagt weitergehend Folgendes:

Wir haben gesehen, dass Fasten ein verlorener Schlüssel ist, den wir durch die ganze Bibel hindurch immer wieder finden. Dennoch ist er durch die christliche Gemeinde auf Seite gelegt und verlegt worden...

Ich glaube, die grundsätzliche Eigenschaft von Fasten ist, auf das Natürliche zu verzichten, um das Übernatürliche zu erflehen. Die natürlichste Sache ist für uns das Essen. Wenn wir das Essen aufgeben, wenden wir uns bewusst von dem Natürlichen ab und wenden uns zu Gott und dem Übernatürlichen...

Er (Jesus) verzichtete auf Nahrung und richtete sich auf das Geistliche. Wie es scheint, hatte er in dieser Zeit einen persönlichen Konflikt mit dem Teufel. Durch sein Fasten ging er siegreich aus diesem Konflikt hervor. Diese Darstellung scheint uns zu sagen, dass, wenn wir erfolgreich über den Teufel sein wollen, das Fasten essentiell in unserem Leben sein muss. Wenn Jesus für den Sieg gefastet hat, sehe ich nicht, wie irgend jemand von uns Sieg erlangen kann, ohne genauso zu handeln.

Als Resultat des Fastens im Leben Jesus sagt uns Lk 4, 14:

Und Jesus kehrte in der Kraft des Geistes nach Galiläa zurück, und die Kunde von ihm ging hinaus durch die ganze Umgegend.

Als Jesus in die Wüste ging sagt uns das Evangelium, "voll Heiligen Geistes". Aber als er nach 40 Tagen Fasten aus der Wüste trat, heißt es, " in der Kraft des Geistes".

In anderen Worten, es ist eine Sache, voll mit dem Geist zu sein und eine andere, in der Kraft des Heiligen Geistes zu sein. Vom Zeitpunkt der Taufe war der Heilige Geist da, aber es war das Fasten, das die Kraft des Heiligen Geistes freisetzte, ohne Begrenzung durch sein Leben und Dienst zu fließen. Erneut glaube ich, dass dies eine Mustervorlage für uns ist.

David Hogan (Mexiko) über Fasten

Wenn sie fasten dann "ganz". Sie fasten nicht halbherzig, denn die Zauberer in der Gegend fasten und beten weit mehr als die Christen in Amerika, und nur allein schon, um gegen diese Menschen überleben zu können, müssen sie mindestens so ernsthaft sein, wie die, die des Teufels Kraft suchen.

Die Zauberer schließen sich ohne Essen oder Trinken in einer Höhle ein und suchen ernsthaft, dass die Kraft vom Teufel zu ihnen kommt. Sie verlassen die Höhle nicht, bis ihnen nicht ein Dämon erscheint und sie instruiert, was er im Gegenzug verlangt.

So müssen die Christen Gott ebenso ernst nehmen, wenn es darum geht, gegen solche Mächte zu stehen. Er sagt, sie tun es, wie Jesus es gesagt hat und waschen ihr Gesicht, kleiden sich normal und erscheinen nicht, als ob sie fasten würden. Sie behalten ihren normalen Ablauf bei und verrichten die Arbeiten wie gewohnt.

David sagt, Fasten sei wie Gewichte heben. Du beginnst nicht damit, 180 kg zu stemmen oder du wirst das Gewicht auf dich fallen lassen und möglicherweise sterben. Du beginnst klein und trainierst häufig und baust langsam die Fähigkeit auf, mehr zu tun. Vielleicht wirst du in einigen Jahren in der Lage sein, 180 kg zu stemmen, wenn du fleißig und konsequent trainierst.

Also starte mit einem halben Tag fasten, steigere dich auf einen Tag und faste so eine Zeitlang, dann addiere Tage hinzu. Nach einer Weile wird dein Körper in der Lage sein, mit längeren Zeiten ohne Essen umzugehen.

David Hogan lehnt die Dinge ab, die wir manchmal tun, um ein Fasten zu umgehen, wie z. B. Gemüse und Fleisch zu einem Saft zu mixen und dies dann Flüssigkeit zu nennen. Du wirst nur das aus einem Fasten heraus bekommen, was du auch bereit bist, hinein zu stecken.

Gott lässt sich nicht durch unsere Kompromisse täuschen. Er möchte, dass sich die Menschen, die sagen, sie seien hungrig nach Ihm auch so verhalten.

Wir fasten, weil jeder, der in der Bibel Wunder wirkt, gefastet hat - auch Jesus und seine Jünger. Es ist eine schwierige Sache und bringt allerlei in uns verborgenen Unrat ans Tageslicht. Das Fleisch wird lernen, sich unterzuordnen und wir werden Dinge in Gott erleben, die wir nicht für möglich gehalten haben; so wie wir gehorsam sind, zu fasten, und das Zeugnis von Gott zu den Menschen um uns herum zu bringen.

Erstrangige Gründe fürs Fasten

  • Es wird uns gesagt, "uns vor dem Herrn zu demütigen und ER wird uns erhöhen". Dies ist ein sinnvolles und freiwilliges Demütigen. Im Alten Testament fasteten die Menschen in Sacktuch und Asche. Dies diente dazu, sich selbst von Stolz und Selbstzentriertheit zu befreien.
  • Selbstverleugnung "verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf und folge mir nach". Was verleugnet wird, ist das Fleisch, welches mit dem Geist im Krieg steht. Es bedeutet, geistlichen Segen zu suchen und Dinge, die dem Fleisch Vergnügen geben, zu verleugnen. Unser Haupthinderungsgrund, Gott zu dienen und Ihn zu kennen, ist unsere Selbstsucht.
  • Trauer (um Sünde, um die Nation, um Tod etc.)
  • Etwas begehren. Hoffnung liegt immer der Selbst-Demütigung zugrunde. Ein Hunger danach, dass Gott vergibt, hilft, segnet und unsere Herzen verändert.
  • Es gibt dir extra Zeit, um Gott zu suchen und dich auf IHN auszurichten. Sei hungrig nach Gottes wirklicher Gegenwart.

Warnungen

  • Man fastet nicht für die Augen anderer, denn dies ist der pure Stolz und abscheulich für Gott. Jesus sagt über Solche: "sie haben bereits ihren Lohn voll empfangen". (Anmerkung: Lohn = Anerkennung der anderen)
  • Fasten ist üblicherweise geheim, es sei denn, es handelt sich um ein gemeinsames oder familiäres Fasten. Manchmal kann es Menschen mitgeteilt werden, um ihnen die Wichtigkeit dieser "Disziplin" zu verdeutlichen. Überwache die Motive.
  • Ein Fasten muss richtig beendet werden, sonst könnte der Körper darunter leiden. Im schlimmsten Fall könnte es zum Tode führen. Wenn ein totales Fasten stattfindet oder Fasten von Essen länger als eine Woche geht, stellt der Körper einige Verdauungsfunktionen ein. Wenn es dann an der Zeit ist, das Fasten zu beenden, muss das Verdauungssystem langsam wieder gestartet werden.
    Ein bis zwei Tage mit verdünnten Säften, später mit leichter Nahrung und erst zuletzt mit festerer Nahrung. Dies versorgt den Körper mit etwas, womit er leicht umgehen kann, während die Verdauungssäfte wieder freigesetzt werden. Würde man nach einem langen Fasten sofort feste Nahrung zu sich nehmen, erlebt der Körper vielleicht schmerzvolle Krämpfe, Diarrhöe, Schädigungen des Darms oder sogar den Tod (nach sehr langem Fasten).
    Ich selbst habe nach 7 Tagen Fasten (von Essen) ohne große Probleme, bis auf Durchfall, feste Speise gegessen. Vermeide jedoch Dinge wie scharfe Gewürze, Butter, Salsa, Chili, Nüsse und andere schwer verdauliche Lebensmittel. An "Babynahrung” zu denken, hilft dir Dinge einfach zu halten.
  • Ein Arzt sagte mir einmal, die generelle Richtlinie für das vom Körper benötigte Wasser und Essen sei, 4 Tage ohne Wasser und 40 Tage ohne Essen. Außerhalb dieser Begrenzungen spielt man mit dem Tod. Hierbei sprechen wir von einer "durchschnittlichen" Person, eine zerbrechliche Person hat geringere Grenzen. Gott kann diese Zeiten übernatürlich verlängern, aber es ist sehr weise, genau zu beobachten, wie es dem Körper geht. Bei mir spüre ich es anhand meiner Gelenke, die aufgeben und stechend schmerzen.
  • Stürze dich nicht in ein langes Fasten, bevor du nicht kürzere Fastenzeiten gemacht hast, um den Körper zu trainieren. Erinnere dich, es geht um eine "Disziplin" und nicht darum, "vom Dach des Tempels zu springen”. (Mt 4, 6-7)
  • Unsere Gerechtigkeit wurde uns durch den Tod und die Auferstehung unseres Herrn Jesus gegeben. Fasten ist kein Weg, um gerecht zu werden, es ist ein Ausdruck unserer Haltung Gott gegenüber.
  • Fasten ohne Gebet ist nur Hungern. Suche Gott! Bleibe dabei, IHM gehorsam zu sein und ein Zeuge für andere. Gott bringt vielleicht die Menschen zu dir, die Probleme haben, mit denen auf andere Art nicht umgegangen werden kann. (Mt 17, 21; Mk 9, 29)

Gordon Lindsay schrieb über den Niedergang der amerikanischen Heilungs- erweckung, dass viele der Männer Gottes "aufgehört hatten, zu beten und zu fasten und vor dem Herrn stille zu sein".

Er sagte, dass viele Dienste "zum großen Teil aus einem Mangel an Demut und der Tendenz zur Selbsterhöhung" zugrunde gingen. Er wurde immer mehr von der ständig zunehmenden Betonung des Geldes abgestoßen.

Lindsay zog später den Schluss, dass selbst auf dem Höhepunkt der Erweckung, viele der Evangelisten nicht im Gebet durchgedrungen waren und Gott nicht wirklich für ihren Dienst berührt hatten, sondern einfach nur ihr Banner aufrichteten.

William Branham sagt in einem Predigtauszug:

Psalm 42:

Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser,
so lechzt meine Seele, o Gott, nach Dir!
Meine Seele dürstet nach Gott,
dem lebendigen Gott:
wann werde ich dahin kommen,
daß ich Gottes Angesicht schaue?
Meine Tränen sind meine Speise
bei Tag und bei Nacht,
weil man den ganzen Tag zu mir sagt:
"Wo ist nun dein Gott?"

Ich meine, David muss in Not gewesen sein, als er diesen Psalm schrieb. Gewöhnlich bringt erst die Not das Beste aus einem Menschen hervor. Es ist wirklich so, dass Gott sich sehr oft dann herab neigt, wenn wir fasten, um den Stand zu erreichen, dass wir uns selbst aus dem Weg räumen. Ich glaube, wenn David in eine solche Lage kam, begann er, über den Herrn nachzusinnen und über diese Dinge nachzudenken.

John Wesley benennt die Gnadenmittel so:

1. Die Teilnahme am öffentlichen Gottesdienst

2. der Dienst am Worte Gottes durch Vorlesen oder Auslegen

3. die Teilnahme am Abendmahl

4. das persönliche und das gemeinsame Gebet

5. die christliche Gemeinschaft

6. Fasten und Abstinenz

Charles Elliott Newbold jr. schreibt in seinem Buch "The Crucified Ones":

Gebet

Der Christ der alten Ordnung wird ermutigt zu beten, während der Christ der neuen Ordnung (Stunde) das Gebet ist. Das bedeutet, er ist durch den Geist in solch konstanter Gemeinschaft mit dem Vater, dass er den Sinn Christi hat und das Bild seines Vaters angenommen hat durch Christus.

Er muss nicht so sehr beten, um Antworten zu erhalten, vielmehr ist er die Antwort des Gebets.

Er muss nicht nötigerweise für die Heilung von jemandem beten. Er heilt sie in Jesu Namen, wenn er durch den Geist sieht, dass Heilung das ist, was der Vater tut. Er, genau wie sein großer Bruder (Jesus) vor ihm, tut nur, was er seinen Vater tun sieht.

Er ist ein wandelndes Gebetstreffen.

Fasten

Er mag oft fasten. Aber sein größtes Fasten ist nicht, von Zeit zu Zeit auf Essen und Trinken zu verzichten, sondern die vollständige Verleugnung seines selbstbezogenen Lebens, und das zu jeder Zeit. Deshalb ist er seinem Gott ein lebendiges Fasten.

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