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Wort IV - Reflektion in deinem Leben

Sein Wort ist immer zum Segen. Du wirst nie erleben, dass Sein Wort dir schadet oder dich in Niederlage hineinführt.

Dennoch müssen wir lernen, mit dem Wort richtig umzugehen. Wir nehmen oft kleine Teile heraus, einzelne Bibelstellen und lassen diese zu uns sprechen. Dagegen ist auch nichts zu sagen, die Gefahr dabei ist jedoch, nicht das zu erfassen, was Gott eigentlich sagen will. Wenn eine Bibelstelle eindeutig ist und du über genug Offenbarungserkenntnis verfügst, sie richtig einzuordnen, kannst du sie einzeln nehmen, bekennen und gesegnet sein.

Bibelstellen aus dem Zusammenhang gerissen, können aber auch gefährlich sein, denn sie sagen nicht mehr aus, was Gott aussagen will. Wenn man einige Sonntagspredigten hört, scheint es manchesmal so, als hätte Jesus in seiner Lehre keinen zusammenhängenden Gedanken fassen können. Er beginnt über ein Thema zu sprechen und hüpft scheinbar direkt zu einem anderen, nur um dies dann auch wieder zu wechseln.

Ich sage dir, wir sind nur zu träge, Texte der Bibel im Zusammenhang zu lesen, um herauszufinden, wo Jesus ein Thema beginnt und wo Er es beendet. Oftmals verstehen wir Bibelstellen nicht, und statt Zeit mit dem Lehrer zu verbringen und in Sprachen zu beten, damit uns diese Geheimnisse erschlossen werden, verzichten wir auf klare Lehre.

In dem Artikel "Meditation durch Assimilation" von Dave Roberson kannst du mehr darüber erfahren, wie du dir ganze Passagen und Bücher erschließen kannst.

Gottes Wort spiegelt ein wahrheitsgemäßes Bild von uns wieder. In unserer Rubrik Gebet haben wir gesehen, dass der Heilige Geist unsere Herzen erforscht und sieht, wo wir uns im Plan Gottes bewegen und wo nicht - all dies macht Er dann zum Inhalt der Gebete, die wir beten. Das Wort Gottes "sieht" ebenfalls alle positiven, aber auch die negativen Dinge unseres Lebens.

Besuche ich dich zuhause, sehe ich vermutlich schöne Zimmer mit netten Einrichtungsgegenständen und allerlei gute Werkzeuge und Geräte. Würde ich mich näher umschauen, sähe ich vielleicht auch die Rumpelkammer oder die unaufgeräumte Ecke.

Gott ist daran interessiert, dich zu verändern, speziell in den Bereichen, die dich daran hindern, mit IHM zu leben. Oft betrifft dies Bereiche, an die du niemanden ranlassen willst. Manchesmal Bereiche, die du vor lauter Verletzung gut versteckt hast.

Wenn du betest, fastest oder dich unter Sein Wort begibst, tun sich immer wieder mal Abgründe auf. Du wusstest vielleicht gar nicht, dass du ein Problem mit Hass, Aggressivität, Götzendienst oder dergleichen hast, doch plötzlich kommt etwas davon zum Vorschein.

Jetzt hat Gott aber Seinen Scheinwerfer darauf gerichtet. Dies ist unangenehm und zuweilen schmerzhaft, aber zwei Dinge will ich dir in aller Deutlichkeit sagen:

1. Wenn der Heilige Geist dies tut, bringt er auch direkt die Kraft mit, diese Dinge beiseite zu legen oder die nächsten und richtigen Schritte, um dies zu tun.

2. Es ist nötig, alles, was zwischen dir und Ihm steht, aus dem Weg zu räumen.

Dies erklärt eine der Lügen, die der Teufel benutzt, um dich vom Beten, Fasten oder von Gottes Wort abzuhalten. Er hat viele Christen verblendet, indem er sagt, "es ist nicht gut, zu fasten" und "man kann zuviel beten - wenn jemand zuviel betet, dreht er durch" oder "du musst doch Realist sein und in dieser Welt klarkommen".

Man kann nicht zuviel beten! Aber wenn unangenehme Dinge zum Vorschein kommen, muss ich weiter beten und damit handeln. Ja, Menschen haben gebetet und sind anschließend mit der einer anderen Frau ins Bett gestiegen oder haben andere Sünden begangen.

Weil sie zuviel gebetet haben? NEIN!

Lass uns folgende Schriftstelle lesen.

1 Und wieder fing er an, am See zu lehren. Und es versammelt sich eine sehr große Volksmenge zu ihm, so daß er in ein Boot stieg und auf dem See saß; und die ganze Volksmenge war am See auf dem Land.
2 Und er lehrte sie vieles in Gleichnissen; und er sprach zu ihnen in seiner Lehre:
3 Hört! Siehe, der Sämann ging hinaus, um zu säen.
4 Und es geschah, indem er säte, fiel das eine an den Weg, und die Vögel kamen und fraßen es auf.
5 Und anderes fiel auf das Steinige, wo es nicht viel Erde hatte; und es ging sogleich auf, weil es nicht tiefe Erde hatte.
6 Und als die Sonne aufging, wurde es verbrannt, und weil es keine Wurzel hatte, verdorrte es.
7 Und anderes fiel unter die Dornen; und die Dornen sproßten auf und erstickten es, und es gab keine Frucht.
8 Und anderes fiel in die gute Erde und gab Frucht, indem es aufsproßte und wuchs; und es trug eines dreißig-, eines sechzig- und eines hundert<fach>.
9 Und er sprach: Wer Ohren hat zu hören, der höre!
10 Und als er allein war, fragten ihn die, die um ihn waren, samt den Zwölfen nach den Gleichnissen.
11 Und er sprach zu ihnen: Euch ist das Geheimnis des Reiches Gottes gegeben, jenen aber, die draußen sind, wird alles in Gleichnissen zuteil,
12 "damit sie sehend sehen und nicht wahrnehmen und hörend hören und nicht verstehen, damit sie sich nicht etwa bekehren und ihnen vergeben werde".
13 Und er spricht zu ihnen: Begreift ihr dieses Gleichnis nicht? Und wie wollt ihr all die Gleichnisse verstehen?
14 Der Sämann sät das Wort.
15 Die an dem Weg aber sind die, bei denen das Wort gesät wird und, wenn sie es hören, sogleich der Satan kommt und das Wort wegnimmt, das in sie hineingesät worden ist.
16 Und ebenso sind die, die auf das Steinige gesät werden, die, wenn sie das Wort hören, es sogleich mit Freuden aufnehmen,
17 und sie haben keine Wurzel in sich, sondern sind <menschen> des Augenblicks; wenn nachher Bedrängnis oder Verfolgung um des Wortes willen entsteht, ärgern sie sich sogleich.
18 Und andere sind die unter die Dornen Gesäten, es sind die, die das Wort gehört haben,
19 und die Sorgen der Zeit und der Betrug des Reichtums und die Begierden nach den übrigen Dingen kommen hinein und ersticken das Wort, und es bringt keine Frucht.
20 Und die auf die gute Erde Gesäten sind jene, die das Wort hören und aufnehmen und Frucht bringen: eines dreißig- und eines sechzig- und eines hundert<fach>.
21 Und er sprach zu ihnen: Kommt etwa die Lampe, damit sie unter den Scheffel oder unter das Bett gestellt wird? Nicht damit sie auf das Lampengestell gestellt wird?
22 Denn es ist nichts Verborgenes, das nicht offenbar gemacht werden soll, auch ist nichts Geheimes, das nicht ans Licht kommen soll.
23 Wenn jemand Ohren hat zu hören, der höre!
24 Und er sprach zu ihnen: Seht zu, was ihr hört! Mit welchem Maß ihr meßt, wird euch gemessen werden, und es wird euch hinzugefügt werden.
25 Denn wer hat, dem wird gegeben werden; und wer nicht hat, von dem wird auch, was er hat, genommen werden.
(Mk 4 , 1-25)

Ich will nicht alles ausschöpfen, was in diesem Text liegt, nur soviel:

Das Thema ist das Wort (V. 14) und das Ziel ist es, Frucht zu bringen (V. 20). Der Angriff des Teufels besteht darin, das Wort zu rauben oder zu bewirken, dass es keine Frucht bringt.

Schau genau hin, die Dornen und die Steine waren bereits da! Erneut ist der Teufel nicht das Problem. Es sind Dinge in uns, die uns hindern.

Gottes Wort ist wie eine Lampe. Es ist dazu da, dass wir es verstehen und diese Lampe scheint dann auch in unsere dunklen Ecken. Warum? Damit du mit IHM daran arbeiten kannst und Gottes Wort (Licht) bald dein ganzes Leben durchflutet.

22 Denn es ist nichts Verborgenes, das nicht offenbar gemacht werden soll, auch ist nichts Geheimes, das nicht ans Licht kommen soll.
(Mk 4 , 22)

Dies ist ein Prozess der Reinigung und Heiligung.

21 Deshalb legt ab alle Unsauberkeit und das Übermaß der Schlechtigkeit, und nehmt das eingepflanzte Wort mit Sanftmut auf, das eure Seelen zu erretten vermag!
22 Seid aber Täter des Wortes und nicht allein Hörer, die sich selbst betrügen!
23 Denn wenn jemand ein Hörer des Wortes ist und nicht ein Täter, der gleicht einem Mann, der sein natürliches Gesicht in einem Spiegel betrachtet.
24 Denn er hat sich selbst betrachtet und ist weggegangen, und er hat sogleich vergessen, wie er beschaffen war.
25 Wer aber in das vollkommene Gesetz der Freiheit hineingeschaut hat und dabei geblieben ist, indem er nicht ein vergeßlicher Hörer, sondern ein Täter des Werkes ist, der wird in seinem Tun glückselig sein.
(Jak 1, 21-25)

Die erste Tat nach dem Hören des Wortes ist das Hören des Wortes.

Sprich, die erste Tat nach den einmaligen, kurzzeitigen Hören des Wortes ist, hinzugehen und erneut, dauerhaft, in großem Umfang (Quantität) und mit hoher Qualität das Wort zu hören, dann erst folgen weitere. Es müssen auch weitere Taten folgen, denn wir sollen Jesus aktiv und auch öffentlich leben.

Das Bild des Spiegels gefällt mir gut. In einer Fernsehsendung ging der Moderator zu einem Mann und deckte mit einem Stück Pappe dessen Krawatte ab. Nun fragte er, welche Krawatte der Mann trage. Dies wurde mehrfach bei verschiedenen Männern wiederholt und kaum einer hatte auch nur ansatzweise eine Idee, welche Krawatte er anhatte und wie diese aussah.

Das Wort ist wie ein Spiegel. Schaust du in ihn hinein, gefällt dir viel von dem, was du siehst (ich persönlich sehe von Jahr zu Jahr besser aus ;-), aber du siehst auch schütteres Haar, einen kleinen Pickel oder vielleicht eine Narbe...

Wenn jemand nur kurz in das Wort hineinschaut, mag er sehen, wie er beschaffen ist - Gutes und Schlechtes -, wendet er sich aber vom Wort ab, vergisst er sofort, wie er beschaffen ist. Er ist ein Mensch des Augenblicks und dem Teufel fällt es sehr leicht, das Wort zu rauben.

Bleibst du jedoch in Seinem Wort, hat dieses Wort einen dauerhaften positiven Einfluss auf dich und dein Leben und alle Unreinheiten und Makel können ausgetilgt werden.

Eines Tages betrachtest du dich im Bild Seines Wortes und kommst aus dem Staunen über so viel Herrlichkeit nicht mehr heraus, wohl wissend, dass ER es war, der dich verändert hat.

7 Bedenke, was ich sage! Denn der Herr wird dir Verständnis geben in allen Dingen.
8 Halte im Gedächtnis Jesus Christus, auferweckt aus den Toten, aus dem Samen Davids, nach meinem Evangelium,
9 in dem ich Leid ertrage bis zu Fesseln wie ein Übeltäter! Aber das Wort Gottes ist nicht gebunden.
( 2. Tim 2, 7-9)

Was auch immer in deinem Leben festgefahren ist, wie die Umstände und Angriffe auch aussehen mögen, wieviel Opposition du vielleicht auch erlebst...

... das Wort Gottes ist nicht gebunden!

Das Wort wird in unserem Leben auf zwei Ebenen reflektiert:

  • es zeigt mir Jesus, Liebe, Glauben, Erbarmen... und zwar in reinster Form
  • es offenbart Schatten, Sünde und Mangel und bietet mir die Lösung dafür an

Liebe das Wort! Es wird ausführen, wozu es von Gott selbst gesandt wurde. Lass Gottes Wort frei in deinem Leben!

Lies unbedingt den Artikel von Dave Roberson zum Thema "Meditation durch Assimilation"! Dave Roberson - Meditation durch Assimilation

Wort III - Der Heilige Geist unser Lehrer
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